Sprachsensibler Unterricht /
Sprachsensible Schulentwicklung

Wann ist Unterricht erfolgreich?
Unter welchen Voraussetzungen lernen Schülerinnen und Schüler besonders gut?
Welchen Anteil hat die Beherrschung der (Mutter-)Sprache am Lernen?
Wie müssen Aufgabenformulierungen sein, damit sie für die Schülerinnen und Schüler verständlich sind?

Dies sind einige der Fragen, mit denen sich die aktuelle Lernforschung beschäftigt.

Wir waren teilnehmende Schule am Projekt "Sprachsensible Schulentwicklung". Dabei wurden mehr als 30 Schulen der Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen dabei unterstützt, eine durchgängige sprachliche Bildung in ihrem Profil zu verankern.  
Die sprachsensible Schulentwicklung ist einer unserer bedeutenden Arbeitsschwerpunkte seit dem Schuljahr 2014/2015. Innerhalb eines Netzwerks wurden Schulleitung sowie mehrere Fachschaften fortgebildet. Zusätzlich erhielt eine unserer Kolleginnen eine Moderatorenausbildung. Gemeinsam entwickeln wir in unserer Schule unseren Unterricht unter den Kennzeichen der Sprachsensibilität weiter.


Sprachsensibler Unterricht ist alle Schülerinnen und Schüler wichtig: Die Leistungsstarken werden noch mehr gefordert; die Leistungsschwachen werden gefördert!
Einen hohen Anteil gewinnt dabei die Sprache im Unterricht: sowohl die gesprochene Sprache, als auch das geschriebene Wort.
Deswegen gilt es, Konzepte für die Umsetzung einer koordinierten, aufeinander aufbauenden Sprachbildung in Schule und Unterricht nachhaltig zu implementieren.

Innerhalb Dortmunds waren wir die einzige Schule, die an diesem Entwicklungsprojekt beteiligt war.
Wir haben dieses Projektangebot angenommen, weil wir schnell davon überzeugt waren, dass der Lernerfolg entscheidend davon abhängt, wie mit Sprache im Unterricht umgegangen wird.

Für uns als Schule bedeutet die Teilnahme am Projekt "Sprachsensible Schulentwicklung":

• Wir entwickelten eigene Konzepte, um die Sprach- und Schreibkompetenz als Grundlage einer guten Bildung in den Vordergrund zu stellen.
Wir tauschten uns mit anderen Projektschule aus und stellen uns gegenseitig unsere neu entwickelten Materialien zur Verfügung.

Wie wir den Prozess zu einer sprachsensiblen Schule bisher entwickelt haben, ist hier nachzulesen.

 

Und das haben wir bisher entwickelt:

 Alle Fachkonferenzen haben gemeinsam ein Plakat (hängt in allen Unterrichtsräumen)  entwickelt, mit denen Aufgabenformulierungen festgelegt und anhand von Beispielen erklärt sind. Somit wird verhindert, dass der selbe Begriff in unterschiedlichen Fächern andere Bedeutungen hat ("Skizzieren" bedeutet im Kunstunterricht etwas anderes, als im Deutschunterricht). 

 Mit diesen Aufgabenformulierungen werden unterschiedliche Leistungsansprüche dargestellt. Sie geben Orientierung für eine Leistungsbewertung. 


 Für Leistungsüberprüfungen (Arbeiten, Tests), aber auch für Aufgabenstellungen werden diese Begriffe verwendet. 

 Einzelne Thementage haben einen sprachsensiblen Schwerpunkt. 

 Unterstützungsmaterialien (Satzanfänge, Formulierungshilfen) wurden von uns entwickelt und den Schülerinnen und Schülern (zur Leistungsdifferenzierung) zur Verfügung gestellt. 

 Das Schreiben und die Verwendung einer korrekten Fachsprache hat eine zunehmende Bedeutung im Unterricht. 

 Aufgaben werden so formuliert, dass Schülerinnen und Schüler am Ende einer Aufgabe unter Verwendung von Sprache ein für sie attraktives Ergebnis produziert haben. 

 Umsetzungen zur sprachsensiblen Unterrichtsentwicklung sind in schulinternen Lehr- und Lernplänen verbindlich festgeschrieben. 

 Sprachsensible Schulentwicklung begleitet die Lehrerinnen und Lehrer insgesamt bei der Schulentwicklung, bis hin zur Planung und Durchführung von Projektwochen sowie Unterrichtsprojekten.

• Pädagogischere Tag für das Kollegium (2016/17): Formulierung von Arbeitsaufträgen an die Schülerinnen und Schüler unter dem Aspekt der Leistungsdifferenzierung und der sprachsensiblen Schulentwicklung.